Thailand: Rundreise – Hua Hin und Bang Saphan Noi

Am Freitag sind die Neuen der Woche noch auf ihrem Ausflug und ein Teil unserer Gruppe ist schon abgereist. Nur meine Reisebegleitung, Jackie und ich sind noch im Umphang House und wir werden extra noch ein letztes Mal ins Elephantencamp gefahren. Dort heißt es Abschied nehmen. Auch, wenn ich keine sehr enge Beziehung zu den Tieren aufgebaut hab, fällt das schwer. Als eine Art Abschiedsgeschenk an die Guides entscheiden wir Mädels uns an diesem letzten Tag für alle zu kochen. Das ist das erste Mal, dass ich auf offenem Feuer koche und es macht super viel Spaß mit den anderen! Glücklicherweise sind die Nudelgerichte im Camp immer sehr einfach, ich bin trotzdem stolz auf unser fertiges Gericht (das sogar recht gut schmeckt!)
Richtig schwer fällt mir danach der Abschied von Jackie, die nun nach Deutschland zurückfährt. Aber sie lädt mich schonmal für nach dem Dienst zu sich nach Hause ein.

Am Samstag begeben wir uns also auf den stundenlangen Weg zurück nach Singburi, wo unser erstes Projekt stattfand.Dort verbringe ich zwar nur eine Nacht, doch es freut mich trotzdem, denn ich treffe einige Leute aus der ersten Woche wieder.

Sonntag geht es dann endlich ab in den Süden! Wie immer fahren wir mehrere Stunden bis wir endlich an unserem ersten Ziel ankommen: Hua Hin! Dort sollen wir in Zelten schlafen, doch die sind eine echte Überraschung: nach den einfach gehaltenen Unterbringungen der letzten Zeit kommen mir die Zelte wie totaler Luxus vor: Betten, Ventilatoren und im hinteren Bereich haben wir ein schickes westliches Badezimmer mit 2 getrennten Räumen für Dusche und WC und einem riesigen Badezimmerspiegel mit 2 Waschbecken!

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Abends schließe ich mich einer Gruppe Freiwilliger an, die sich den bekannten Night Market in Hua Hin ansehen. Der ist genau wie man es sich vorstellt: voll, laut und bunt. Er ist voll mit Touristen und der beste Ort, um Souvenirs zu kaufen (aber man sollte nicht gleich am ersten Stand etwas kaufen, viele Stände verkaufen das gleiche zu unterschiedlichen Preisen).
Nach der Rückfahrt falle ich todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag geht es auch schon weiter nach Bang Saphan Noi. Wir wohnen dort in einem Hotel mit mehreren kleinen Häuschen in einer schönen, gepflegten Gatenanlage und einem direkten Ausblick aufs Meer. Es ist wirklich wunderschön dort!
Nachdem wir uns eingerichtet haben im Zimmer (mit schickem westlichen Bad und Doppelbetten (die jedoch !steinhart! sind)), haben wir freie Zeit um uns am Strand zu entspannen. Leider können wir wegen einer Art Feuerquallen nicht ins Wasser. Es ist trotzdem schön, dort spazieren zu gehen.

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Abends können wir im Hotel essen.

Am Mittwoch machen wir einen Boots Ausflug. Unser Boot hat ein überdachtes Hauptdeck mit Bänken und Tischen, wo wir später auch zu mittag essen. Außerdem hat es noch ein Dach auf das man über eine Leiter steigen und sich dann oben sonnen kann. Ich halte es nur kurz dort oben aus, weil die Sonne so extrem ist, aber man hat einen traumhaften Ausblick von dort auf die Küste und andere Inseln.

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Drei Mal hält das Boot auf der Tour an, immer für ca. eine halbe Stunde in der wir dann Schnorcheln gehen. Das hab ich noch nie vorher in meinem Leben gemacht und dementsprechend stelle ich mich auch am Anfang nicht besonders geschickt an. Ich bin aber eine echte Wasserratte und irgendwann hab ich den Dreh raus. Der Anblick Unterwasse fasziniert mich total! Das Wasser ist klar und ich sehe Korallen und gestreifte kleine Tropenfische.

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Thailand: Elphant Adventure: Tempelbesichtigung + Woche 2

Normalerweise reist man am Samstagmorgen ab. Doch meine Reisebegleitung, Jackie und ich bleiben 2 Wochen. Wir haben also das Wochenende für uns. Samstag entspannen wir uns und kaufen Souvenirs im Dorf (das überraschend gut ausgestattet ist).

Am Sonntag läd uns ein Guide ein, Tempel mit ihm zu besichtigen. Dass er sogar am Wochenende etwas mit uns Touris macht, finde ich wirklich nett! Er fährt uns auf seinem Motorroller zu zwei verschiedenen Tempeln. Der eine liegt etwas außerhalb und ich finde die Fahrt ganz schon abenteuerlich. Gleichzeitig fühlt es sich aber so richtig toll thailändisch an (alle fahren dort Roller!). Er fährt mit Jackie und mir einzeln und weil ich die erste bin, muss ich eine geschlagene halbe Stunde auf die beiden warten.
Dere Tempel ist wirklich schön mit all seinen Holzschnitzereien!

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Aber er besteht „nur“ aus einer Halle und die Zeit vergeht verdammt langsam allein! Irgendwann kommt auch noch ein Mönch und beginnt mich zu beobachten, wie ich Runden in dem Tempel ziehe. Ich nicke ihm zur Begrüßung zu und komme mir schrecklich fehl am Platz vor. Dann winkt er mich plötzlich zu sich und so setzte ich mich schüchtern zu ihm an den Schreibtisch. Er macht einen kleinen Kühlschrank auf und stellt mir eine Flasche Orangensaft hin. Auf einen O-Saft eingeladen von einem Mönch im thailändischen Dschjungel! Verrückt!
Der Mönch ist auch sonst sehr nett, ich unterhalte mich ein bisschen mit ihm auf Englisch. Dann kommt Jackie mit unserem Guide. Inmitten von dessen Erklärungen zu den Schnitzereien kommen plötzlich gut 10 Mönche herein. Scheinbar ist jetzt die Meditationszeit. Erst denke ich, dass wir nun sicher gehen müssen, doch wir werden tatsächlich zum mit-meditieren eingeladen!
Die Mönche beginnen zu singen, die dunklen Stimmen sind sehr entspannend und es fühlt sich einfach besonders an, hier als deutsche Touristin zu sitzen und ein Teil davon zu sein! Ich fühle mich irgendwie geehrt und nehme das Meditieren sehr ernst. Aber mein Körper macht mir einen Strich durch die Rechnung, als mir meine Beine so weh tun, dass ich es einfach nicht mehr aushalte, breche ich ab. Danach sollen wir im Gehen weitermeditieren. Was leider auch leichter gesagt ist, als getan! Meine Beine sind eingeschlafen und so kippe ich beim aufstehen gleich wieder um. Ich versuche mich wirklich zusammenzureißen, aber mein Gejammer durchbricht die Stille „Au…au..ah, oh nee!“. Das ist einer meiner peinlichsten Thailandmomente!

Am Montag kommen die Neuen und an dem Tag steht nur das Elefanten Füttern auf dem Plan. Wir beschließen aber den Guides heute bei ihrer Arbeit zu helfen – ein Freiwilligendienst also im wahrsten Sinne des Wortes. Also fahren wir mit zur Plantage und fällen Bananenbäume. Danach fahren wir ins Camp. Dort helfen wir, eine riesige Plane an den Bäumen zu befestigen.

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Das Programm ist in dieser Woche dasselbe, doch ich möchte trotzdem über sie berichten. Die Wetterbedingungen sind in dieser Woche sehr viel schlechter und zeigen, wie viel anstrengender das Projekt während der Regenzeit sein kann.
Die Bananenplantage ist schlammig und rutschig, was die Arbeit natürlich erschwert.

img-20160903-wa0052Wir mussten uns am ende eine Bürste kaufen  und den Waschsalon in Anspruch nehmen (statt Handwäsche) damit unsere Sachen für weitere Projekte noch zu gebrauchen waren!

Außerdem haben auch die Trucks Schwierigkeiten mit dem Schlamm. Sie stecken fest oder fahren einige Wege erst gar nicht. Ein Auto aus dem Schlamm zu schieben ist verdammt anstrengend! Nun müssen wir die Bananenbäume nach dem Fällen auch weiter tragen. Das wir wegen dem Schlamm kurzfristig nicht genug Trucks haben, hat aber auch na ja… sagen wir lustige Seiten: einmal müssen wir zu dritt auf den Baumstämmen fahren. Da gucken auch die Einheimischen etwas irritiert.

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Wir fahren wieder zum kleinen Wasserfall, doch dieses Mal dürfen wir wegen dem starken Regen nur Schwimmen und nicht klettern. Aus demselben Gründ dürfen wir die Elefanten auch nicht waschen die Woche.
Die Wanderungen wollen wir 3 aus der letzten Woche nicht wieder mitmachen. Nur beim Rafting sind wir dabei. Zum Glück in 2 Booten und (extra für uns?) auf einer anderen Route. Diese ist auch sehr schön und vor allem halten wir nun noch an einer heißen Quelle. Da wir keine Schwimmsachen anhaben, gehen wir in voller Montur hinein (Straßenkleidung, Raincoats, Rettungsweste). Es ist der Hammer! Das Wasser ist wirklich heiß und es ist total entspannend!
Der Abschluss des Ausflugs ist aber nicht so toll: Unser Truck kann die Strecke ans Ufer nicht fahren und deshalb müssen wir laufen (barfuß, denn die Schuhe haben wir fürs Boot ausgezogen und kommen jetzt nicht ran). Zugegebenermaßen haben wir Freiwilligen den ganzen Weg über gejammert. Aber wann läuft man auch schon barfuß draußen rum? Da sind die Füße eben super empfindlich.
Wenigstens war die Strecke schön!

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Thailand – Elephant adventure: Kleine Wanderung

Am Dienstag beginnt die eigentlich Arbeit:
Bei der Bananenplantage angekommen kriegen wir eine kleine Einweisung und dann wird uns auch schon die Machete in die Hand gedrückt. Ich habe noch nie einen Baum gefällt, das kann ja heiter werden…
Die Bananenbäume wachsen wie in kleinen Inseln, immer ca 6 Stämme zusammen. Zum Fällen sucht man sich die dicksten aus, 3 müssen aber min. stehen bleiben. Dann setzt man so weit unten an wie möglich und schlägt die Machete schräg nach unten in den Stamm. Der nächste Schlag kommt darüber, sodass man ein V herausschlägt. Das macht man bis zur Mitte des Stamms und dann auf der gegenüberliegenden Seite bis der Baum fällt. Jetzt werden noch die Blätter abgeschnitten, der Stamm geschält und schon ist der Baum fertig um zum Truck getragen zu werden (von 2-3 Touris oder einem Guide).

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Wir arbeiten immer nur ca. eine Stunde, danach werden wir zu den Elefanten gefahren.

Im Elefantencamp müssen wir die Stämme ausladen und zerkleinern in tragbare Stücke. Die werden nun an die wartenden Elefanten verfüttert.

Heute dürfen wir auch das erste Mal ausreiten. Immer zu zweit sitzen wir auf einem Elefanten, ganz ohne Sattel. Der ist nämlich sehr unangenehm für das Tier. Einer sitzt direkt hinter den Ohren, einer dahinter auf dem oberen Rücken (dort kann der Elefant viel tragen, im Gegensatz zum unteren Rücken). So nah vor dem Elefanten zu stehen haucht einem noch mal ganz schön Respekt ein und Mann, ist der riesig! Man sieht dem Elefanten an, dass das Hinhocken ziemlich anstrengend für ihn ist und wir steigen schnell auf mithilfe der Guides.
Da Regenzeit ist reiten wir nur eine kleine Runde um das Camp herum, aber zu anderer Fahreszeit seien auch lange Ausritte möglich.

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Das Mittagessen wird von unserem Guide auf offenem Feuer zubereitet. An einem Ort mit so traditioneller Rollenverteilung wie hier, kommt es mir ganz seltsam vor, wie wir Frauen hier sitzen und der Mann uns jetzt was zu essen kocht. Ich bin auch ziemlich skeptisch, aber unser Guide kocht das beste Essen, was ich in Thailand gegessen hab und essen werde! Und wir kriegen westliche Nudeln, der absolute Jackpot!!
Danach haben wir unsere erste Wanderung. Die geht eine Viertelstunde (also Halbestunde ;D) steil den Berg hinauf und 1-2 Stunden über den Kamm. Der Aufstieg ist SEHR anstrengend und unsere Gruppe ist nicht besonders motiviert. Die Programmbeschreibungen schreiben – je nach Organisation – nichts bis fast nichts zum Wandern. Dementsprechend hatten viele keine Wanderschuhe dabei und dann bist du völlig aufgeschmissen! Im Zweifelsfall also immer lieber nochmal nachfragen!
Der Ausblick vom Berg auf den endlos scheinenden Dschungel ist die ganze Anstrengung wert!

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Ich mache gerne Wanderurlaube mit meinen Eltern und dementsprechend macht mir das Wandern total Spaß. Meine Sportlichkeit überrascht die anderen sosehr, dass ich nun Heidi getauft werde (Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge…).

 

Thailand – Elephant adventure: Ankunft

Am Sonntag mache ich mich auf den Weg nach Norden – eine kurze Fahrt im Truck zur Busstation, dort treffe ich alle Teilnehmer meines nächsten Projekts (insgesamt 8), danach geht es 6 Stunden weiter mit dem Bus und schließlich für 4 Stunden wieder in den Truck! Mit diesem fahren wir auf der wahrscheinlich einzigen Straße, die nach Umphang führt durch den Dschungel, und zwar in Kurven einen Berg hinauf. Wir lassen die Zivilisation hinter uns, die Aussicht ist atemberaubend! Dichte Vegetation, die nur hin und wieder unterbrochen wird und den Blick frei gibt auf weitläufige Reisfelder und die Hütten kleiner Dörfer.

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Die Fahrt setzt uns sehr zu, wir sind alle müde von unserer langen Reise, mir wird immer übler von den Kurven und es ist eiskalt, zum Glück haben wir Decken und wir sind nur 8 Leute, 2 können sich auf den Boden legen.
Endlich kommen wir an bei unserem Umphang House, einer schönen Anlage mit mehreren kleinen Häuschen, einige davon auf Holzterrassen.

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Wie im Twin House haben wir noch eine area mit Tischen für die Mahlzeiten.
In Kims und meinem Zimmer stehen ein Doppel- und ein Einzelbett mit Mosquitonetzen und ein Fernseher, den wir aber nicht benutzen werden (wahrscheinlich gibt es eh nur thailändische Programme. Wieder haben wir ein westliches Bad, aber diesmal auch warmes Wasser und statt einem Knopf für die Klohspülung einen großen Eimer Wasser mit einer Schüssel. Willkommen im adventure!

Nach dem Lunch haben wir unsere erste und einzige Freiwilligenaktivität an diesem Tag: Wie bald jeden Morgen nach dem Frühstück werden wir mit dem Truck gefahren. Normalerweise erst zur Bananenplantage, doch heute direkt ins Elefantencamp.
Mit dem Truck, besonders hinten im „Metallkäfig“, war es schon in Singburi sehr abenteuerlich. Aber die Fahrt durch das Dorf und den Dschungel kann das locker toppen. Wir befahren selten befestigte Straßen und die Wege sind extrem matschig jetzt in der Regenzeit. Unser Truck hinterlässt metertiefe Rillen im Schlamm und oft frage ich mich, wie wir überhaupt noch weiterfahren können. Dazu wird man bei einer Menge Pfützen und Schlaglöcher ordentlich durchgeschüttelt!

Im Camp sehen wir das erste Mal die Elefanten, 4 der insgesamt 7 stehen dort angebunden.

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Mal ganz ohne Zaun wie im Zoo hat man einen unglaublichen Respekt vor diesen Riesen! Und am ersten Tag auch noch ein wenig Angst. Die Rüssel strecken die
Elefanten auch schon hungrig aus, als wir mit den Bananenbaumstücken ankommen.

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Es ist total faszinieren, den Tieren beim essen zuzuschauen: wie wählerisch sie sind (am liebsten der saftige Anfang vom Stamm, der Teil wo die Blätter waren ist nicht sehr beliebt), wie sie das Stück gegen etwas hartes schlagen um die Schale zu lockern oder wie geschickt sie mit ihrer Rüsselspitze den Stamm schälen können (viel besser als ich bald mit meiner Machete).
Danach geht es auch schon wieder zurück ins Umphang House, wo wir entspannen und uns einleben können.

 

Thailand – Kulturwoche (I)

Mein erstes Projekt in Thailand ist die Kulturwoche. Laut Programm liegt der Schwerpunkt des Projekts auf „educational factors, such as language, cooking, cultural and historical aspects of Thailand“.
The Greenlion, die Organisation in Thailand, bietet für das Land fast 20 verschiedene Freiwilligenprojekte an. Häufig noch mehr als die jeweiligen Partnerorganisationen, die die Freiwilligen vermitteln, vorstellen. Viele der Projekte sind lokalisiert in Singburi, so auch die Kulturwoche.

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In Singburi gibt es mehrere Houses, Anlagen, in denen die Freiwilligen untergebracht sind. In meinem Fall das Twin House.

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Dort komme ich am Sonntag an. Die Houses sind Anlagen mit mehreren Häuschen für die Freiwilligen und einer Community area mit Tischen und Bänken zum Essen und Zusammensitzen. Dort kriege ich das Projekt erklärt vom Coordinator und mein Zimmer zugeteilt, das ich mit 3 weiteren Mädchen teile. Es ist sehr einfach eingerichtet – 2 Hochbetten, ein Schrank und ein westliches Bad mit Dusche haben wir dazu.
Das Programm geht von Montag bis Freitag, Wochenende und die meisten Abende sind freie Zeit. Essen gibt es 3-mal am Tag – Thai food bis auf den Toast zum Frühstück -, kühles Wasser gibt es immer zum Nachfüllen der eigenen Flasche.

Am nächsten Tag starten wir unser Program und damit dir erste Fahrt in dem offenen Truck, der uns die ganze Woche lang begleiten wird, genauso wie unser thailändischer Guide.
Der erste Stop ist Singburi Town, dort können wir uns eindecken mit westlichen Gütern im 7eleven oder auch mit mosquito repellent oder einer thailändischen SIM-Karte.

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Nach dem Lunch in einem Restaurant fahren wir weiter zu unserem ersten Tempel: Wat Phikun Thong. Dort sehen wir den ersten thailändischen Buddha (komplett anders als der chinesische Buddha). Die sitzende Statue ist ganze 42m hoch und 23m breit erklärt uns der Guide.

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Auch die umliegende Tempelanlage ist sehr schön!

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Außerdem bekommen wir noch erklärt, wie man bei einem Tempel betet: Man kniet auf dem Teppich, legt die Hände zusammen und verbeugt sich. Das macht man 3 mal. Bei diesem Tempel zünden wir zudem noch Kerzen und Räucherstäbchen an. Zuletzt kriegen wir noch 5 Stücke Blattgold, die kleben wir auf die Buddhastatuen.

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Danach besuchen wir den größten Buddha Thailands, der the Great oder Big Buddha of Thailand genannt wird. Er ist der neunt größte der Welt mit seinen 92m Höhe und 63m Breite!
Die Statue ist wirklich gigantisch und strahlt blendend hell in der thailändischen Sonne! Es ist möglich die Fingerspitzen der rechten Hand des Buddhas zu berühren. Wir Freiwilligen probieren das alle aus, denn es heißt, wenn man sich dabei etwas wünscht, geht der Wunsch in Erfüllung.

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Zu meiner Überraschung sind viele Tempel viel weniger schlicht als erwartet (man könnte fast kitschig sagen, aber das klingt so negativ und es gibt genug Leute, denen das Auffällige gefällt). Ein perfektes Beispiel dafür ist der Tempel beim Big Buddha mit seiner Spiegeldecke, den Spiegelsplitter-Säulen und goldenen Buddhas.

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Im Gegensatz zum Wat Phikun Thong Tempel ist die Tempelanlage hier etwas gruselig. Wohin man schaut stehen lebensgroße Figuren. Sie stellen zum Beispiel berühmte Schlachten dar, die tatsächlich stattfanden.

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Oder religiöse Themen wie das Paradies und die Hölle. Einerseits war das schon cool, andererseits habe ich mich ziemlich unwohl gefühlt, als ich durch die „Hölle“ gelaufen bin mit all den gefolterten Menschen und den Dämonen…

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Danach geht es zurück zum Twin House zum Dinner. Am Abend haben wir noch Schüler/-innen aus einer der lokalen Schulen zu Gast, die uns einen traditionellen thailändischen Tanz vorführen. Die Mädchen tanzen in traditioneller Kleidung und die Jungs trommeln dazu. Am Ende dürfen wir Freiwilligen noch mittanzen und kriegen eine Blumenkette um den Hals gehängt. Sehr süß!

Damit endet der erste richtige Projekttag.

 

Auslandsaufenthalt – Vorbereitung

Plant man einen Auslandaufenthalt über eine Organisation (so wie mein Freiwilligendienst) wird man höchstwahrscheinlich zum Thema Vorbereitung Infomaterial von der Organisation bekommen. Trotzdem sollte man sich schon viel früher eigene Gedanken zu dem Thema machen, denn diese können mit ausschlaggebend bei der Wahl des Reiseziels sein (z.b: in Sachen Budget).

Schutz vor Krankheiten
Besonders in exotischeren Ländern ist das ein wichtiges Thema (aber nicht nur da).
Als erstes sollte man sich über nötige Impfungen informieren. Je nach Art des Aufenthalts kann es da bei einem Land sehr unterschiedliche Empfehlungen geben. Mein Reiseziel Thailand einmal als Beispiel:
Für meine Reise brauche ich die Standardimpfungen für Deutschland (habe ich alle) und noch eine Impfung gegen Hepatitis A. Hätte ich dagegen z.B. eine Backpacker-Tour geplant (an anbgelegenere Orte, mit viel Kontakt zu Einheimischen) sähe die Impfempfehlung komplett anders aus: 7 Impfungen gegen 4 Krankheiten hätten dann auf dem Plan gestanden.
Plant man etwas außergewöhnlichere Reisen muss man mit so etwas rechnen und sich selbst fragen, ob man dazu bereit ist (ich meine damit, die Reise zu überdenken, nicht, ungeimpft zu reisen!). Außerdem ist es ein hoher Aufwand bei der Planung (für viele Impfungen gibt es vorgeschriebene Zeitabstände, kann auch ein kompletter Monat sein) und einige Impfstoffe hat der Arzt nicht vorrätig, die man dann selbst bei der Apotheke besorgen muss (die sie auch nicht unbedingt vorrätig hat). Es ist natürlich auch eine Frage des Geldes. Denn die Krankenkasse übernimmt nicht unbedingt alle Impfungen (in meinem Fall hat sie nur die Hälfte der Hepatitis-Impfung übernommen). Der Preis für den Impfstoff der 7 Impfungen läge bei ca. 300Euro, blieben immer noch 150 nach der Krankenkasse! Das ist eine Summe, die man neben den übrigen Reisekosten auch erst mal aufbringen muss.

Neben den Impfungen ist in vielen Ländern auch Insektenschutz wichtig. Mosquitonetze gibt es in der thailändischen Unterkunft, ein Insektenspray werde ich aber selbst besorgen müssen. Dabei muss man beachten, dass das Spray gegen heimische Mücken etc. nicht unbedingt die beste Wahl für Reisen in exotische Länder ist.
Genau wie das Insektenspray darf auch die Sonnencreme nicht fehlen.

Kleidung
Hohe Temperaturen ist nicht gleich knappe Kleidung. Das ist auch in Sachen Insekten-/ Sonnenschutz wichtig. Besonders für den Freiwilligendienst sind knappe Kleidchen nicht die richtige Wahl.
Je nach Vorhaben sollte man in ordentliche Outdoor-Kleidung investieren. Für meinen Thailandaufenthalt habe ich viele lange, aber leichte Anziehsachen und meine Sommer-Wanderschuhe (ich gehe sehr gerne Wandern, deswegen muss ich mir zum Glück keine kaufen). Hut und Sonnenbrille dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Visum, Geld
Besonders für längere Aufenthalte braucht man oft ein Visum. Für meine USA-Reise (2 1/2 Wochen) musste ich z.B. eines beantragen, für die Thailandreise (1 Monat) dagegen nicht, weil die Regelungen dort anders sind.

Was das Geld angeht braucht man einmal eine Karte mit der man im Ausland bezahlen oder zumindest Geld abheben kann. Es ist auch sinnvoll, zu Beginn der Reise schon etwas in der Landeswährung in Bar dabei zu haben. Geld umtauschen kann man zuhause in Deutschland oder am Flughafen im Zielland. Für Amerika habe ich beispielsweise das Geld vorher umgetauscht bei Western Union, die haben allerdings nicht den Thai Baht (thailändische Währung), daher werde ich für diesen Urlaub das Geld erst in Thailand umtauschen.

Do´s and Don´ts des Landes
Es ist sinnvoll sich vor der Reise über die Do´s and Don´ts, die Benimmregeln, des Landes zu informieren. Darunter fallen z.B. Kleiderregeln in muslimischen Ländern oder die traditionelle Begrüßung in asiatischen Ländern. Bei meinem Freiwilligendienst werde ich darüber auch in der Kulturwoche informiert.

Infos zu den angesprochenen Punkten zur Planung oder Vorbereitung gibt es z.B. beim Auswärtigen Amt.

Das war mein letzter Post vor der Reise (hoffentlich ein hilfreicher), als nächstes werde ich mich mit (hoffentlich schönen) Fotos aus Thailand zurückmelden!

Eure Kamisama

Freiwilligendienst Thailand

Wie angekündigt werde ich in diesem Post näher auf den Freiwilligendienst eingehen.

Bei einem Freiwilligendienst erklärt man sich dazu bereit, unentgeltlich zu arbeiten.
Das man kein Geld bekommt, heißt aber nicht, dass es auch kein Geld kostet. Die Freiwilligendienste im Ausland kosten alle Geld und man muss für sich selbst entscheiden, ob man bereit ist nicht nur zu arbeiten, sondern dann auch noch zu bezahlen.
Das erscheint zuerst wie ein ziemlich schlechtes Angebot, aber meistens sind Verpflegung und Unterkunft im Preis enthalten; zudem bietet die Arbeit oft außergewöhnliche Erfahrungen (wie die Möglichkeit in Einheimischenstämmen zu leben oder mit exotischen Tieren zu arbeiten). Außerdem erhält man im Allgemeinen ein Zertifikat über den geleisteten Dienst und freiwilliges Arbeiten, Einsatz in sozialen Projekten und Verbesserung der Englischkentnisse bei einem Auslandsaufenthalt sind immer ein Plus für den eigenen Lebenslauf.

Es gibt die verschiedensten Projekte mit unterschiedlichen Voraussetzungen – es ist eig. für jeden etwas dabei. Ein paar Beispiele:

Tier-/ Naturschutz
soziale Projekte (z.B. im Waisenhaus)
Construction (Anstreichen, Maurerarbeiten etc., erfordert gute körperliche Fitness!)
Projekte für ausgebildete Personen (z.B. Lehrer oder im medizinischen Bereich)
teils gibt es auch Urlaubs-Projekte, bei denen man nur wenig Dienst leisten muss (z.B. Rundreise bei der man hilft, Strände zu reinigen)

Man muss beachten, dass es teilweise ein Mindestalter und eine Mindestaufenthaltszeit gibt. Außerdem darf man nichts für selbstverständlich halten: Unterkunft kann auch nur ein Zelt sein und selbst eine Waschmaschine kann man nicht immer erwarten).

Für diese Projekte hab ich mich entschieden:
Kulturwoche
2 Wochen Projekt mit Elefanten
1 Woche Rundreise Südthailand

Die Kulturwoche ist bei meiner Organisation (Stepin) Pflicht. In dieser Woche wird einem die Kultur und die Sprache des Landes näher gebracht, man besucht Sehenswürdigkeiten und lernt andere Freiwillige kennen.
Das Elefanten-Projekt ist mein Arbeitsprojekt, bei dem ich mich – ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken – als Tierpflegerin um Elefanten kümmern werde. Ich habe nicht so eine soziale Ader und ich denke, dass meine körperliche Fitness ziemlich stark unter dem thailändischen Klima leiden wird, deswegen habe ich mich für das Projekt entschieden. Außerdem denke ich, dass es eine einmalige Möglichkeit und Erfahrung ist, hautnah mit den Tieren zu arbeiten.
Meine letzte Woche ist ein Urlaubsprojekt um das Land nochmal richtig kennen zu lernen und zu entspannen.

Die meisten Dienste muss man min. 2-3 Monate vorher buchen, man sollte sich also frühzeitig entscheiden. Die Zeit ist aber auch nötig, um sich auf den Dienst vorzubereiten. Und um diese Vorbereitung geht es im nächsten Post!