Thailand: Elphant Adventure: Tempelbesichtigung + Woche 2

Normalerweise reist man am Samstagmorgen ab. Doch meine Reisebegleitung, Jackie und ich bleiben 2 Wochen. Wir haben also das Wochenende für uns. Samstag entspannen wir uns und kaufen Souvenirs im Dorf (das überraschend gut ausgestattet ist).

Am Sonntag läd uns ein Guide ein, Tempel mit ihm zu besichtigen. Dass er sogar am Wochenende etwas mit uns Touris macht, finde ich wirklich nett! Er fährt uns auf seinem Motorroller zu zwei verschiedenen Tempeln. Der eine liegt etwas außerhalb und ich finde die Fahrt ganz schon abenteuerlich. Gleichzeitig fühlt es sich aber so richtig toll thailändisch an (alle fahren dort Roller!). Er fährt mit Jackie und mir einzeln und weil ich die erste bin, muss ich eine geschlagene halbe Stunde auf die beiden warten.
Dere Tempel ist wirklich schön mit all seinen Holzschnitzereien!

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Aber er besteht „nur“ aus einer Halle und die Zeit vergeht verdammt langsam allein! Irgendwann kommt auch noch ein Mönch und beginnt mich zu beobachten, wie ich Runden in dem Tempel ziehe. Ich nicke ihm zur Begrüßung zu und komme mir schrecklich fehl am Platz vor. Dann winkt er mich plötzlich zu sich und so setzte ich mich schüchtern zu ihm an den Schreibtisch. Er macht einen kleinen Kühlschrank auf und stellt mir eine Flasche Orangensaft hin. Auf einen O-Saft eingeladen von einem Mönch im thailändischen Dschjungel! Verrückt!
Der Mönch ist auch sonst sehr nett, ich unterhalte mich ein bisschen mit ihm auf Englisch. Dann kommt Jackie mit unserem Guide. Inmitten von dessen Erklärungen zu den Schnitzereien kommen plötzlich gut 10 Mönche herein. Scheinbar ist jetzt die Meditationszeit. Erst denke ich, dass wir nun sicher gehen müssen, doch wir werden tatsächlich zum mit-meditieren eingeladen!
Die Mönche beginnen zu singen, die dunklen Stimmen sind sehr entspannend und es fühlt sich einfach besonders an, hier als deutsche Touristin zu sitzen und ein Teil davon zu sein! Ich fühle mich irgendwie geehrt und nehme das Meditieren sehr ernst. Aber mein Körper macht mir einen Strich durch die Rechnung, als mir meine Beine so weh tun, dass ich es einfach nicht mehr aushalte, breche ich ab. Danach sollen wir im Gehen weitermeditieren. Was leider auch leichter gesagt ist, als getan! Meine Beine sind eingeschlafen und so kippe ich beim aufstehen gleich wieder um. Ich versuche mich wirklich zusammenzureißen, aber mein Gejammer durchbricht die Stille „Au…au..ah, oh nee!“. Das ist einer meiner peinlichsten Thailandmomente!

Am Montag kommen die Neuen und an dem Tag steht nur das Elefanten Füttern auf dem Plan. Wir beschließen aber den Guides heute bei ihrer Arbeit zu helfen – ein Freiwilligendienst also im wahrsten Sinne des Wortes. Also fahren wir mit zur Plantage und fällen Bananenbäume. Danach fahren wir ins Camp. Dort helfen wir, eine riesige Plane an den Bäumen zu befestigen.

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Das Programm ist in dieser Woche dasselbe, doch ich möchte trotzdem über sie berichten. Die Wetterbedingungen sind in dieser Woche sehr viel schlechter und zeigen, wie viel anstrengender das Projekt während der Regenzeit sein kann.
Die Bananenplantage ist schlammig und rutschig, was die Arbeit natürlich erschwert.

img-20160903-wa0052Wir mussten uns am ende eine Bürste kaufen  und den Waschsalon in Anspruch nehmen (statt Handwäsche) damit unsere Sachen für weitere Projekte noch zu gebrauchen waren!

Außerdem haben auch die Trucks Schwierigkeiten mit dem Schlamm. Sie stecken fest oder fahren einige Wege erst gar nicht. Ein Auto aus dem Schlamm zu schieben ist verdammt anstrengend! Nun müssen wir die Bananenbäume nach dem Fällen auch weiter tragen. Das wir wegen dem Schlamm kurzfristig nicht genug Trucks haben, hat aber auch na ja… sagen wir lustige Seiten: einmal müssen wir zu dritt auf den Baumstämmen fahren. Da gucken auch die Einheimischen etwas irritiert.

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Wir fahren wieder zum kleinen Wasserfall, doch dieses Mal dürfen wir wegen dem starken Regen nur Schwimmen und nicht klettern. Aus demselben Gründ dürfen wir die Elefanten auch nicht waschen die Woche.
Die Wanderungen wollen wir 3 aus der letzten Woche nicht wieder mitmachen. Nur beim Rafting sind wir dabei. Zum Glück in 2 Booten und (extra für uns?) auf einer anderen Route. Diese ist auch sehr schön und vor allem halten wir nun noch an einer heißen Quelle. Da wir keine Schwimmsachen anhaben, gehen wir in voller Montur hinein (Straßenkleidung, Raincoats, Rettungsweste). Es ist der Hammer! Das Wasser ist wirklich heiß und es ist total entspannend!
Der Abschluss des Ausflugs ist aber nicht so toll: Unser Truck kann die Strecke ans Ufer nicht fahren und deshalb müssen wir laufen (barfuß, denn die Schuhe haben wir fürs Boot ausgezogen und kommen jetzt nicht ran). Zugegebenermaßen haben wir Freiwilligen den ganzen Weg über gejammert. Aber wann läuft man auch schon barfuß draußen rum? Da sind die Füße eben super empfindlich.
Wenigstens war die Strecke schön!

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Thailand – Elephant adventure: Kleine Wanderung

Am Dienstag beginnt die eigentlich Arbeit:
Bei der Bananenplantage angekommen kriegen wir eine kleine Einweisung und dann wird uns auch schon die Machete in die Hand gedrückt. Ich habe noch nie einen Baum gefällt, das kann ja heiter werden…
Die Bananenbäume wachsen wie in kleinen Inseln, immer ca 6 Stämme zusammen. Zum Fällen sucht man sich die dicksten aus, 3 müssen aber min. stehen bleiben. Dann setzt man so weit unten an wie möglich und schlägt die Machete schräg nach unten in den Stamm. Der nächste Schlag kommt darüber, sodass man ein V herausschlägt. Das macht man bis zur Mitte des Stamms und dann auf der gegenüberliegenden Seite bis der Baum fällt. Jetzt werden noch die Blätter abgeschnitten, der Stamm geschält und schon ist der Baum fertig um zum Truck getragen zu werden (von 2-3 Touris oder einem Guide).

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Wir arbeiten immer nur ca. eine Stunde, danach werden wir zu den Elefanten gefahren.

Im Elefantencamp müssen wir die Stämme ausladen und zerkleinern in tragbare Stücke. Die werden nun an die wartenden Elefanten verfüttert.

Heute dürfen wir auch das erste Mal ausreiten. Immer zu zweit sitzen wir auf einem Elefanten, ganz ohne Sattel. Der ist nämlich sehr unangenehm für das Tier. Einer sitzt direkt hinter den Ohren, einer dahinter auf dem oberen Rücken (dort kann der Elefant viel tragen, im Gegensatz zum unteren Rücken). So nah vor dem Elefanten zu stehen haucht einem noch mal ganz schön Respekt ein und Mann, ist der riesig! Man sieht dem Elefanten an, dass das Hinhocken ziemlich anstrengend für ihn ist und wir steigen schnell auf mithilfe der Guides.
Da Regenzeit ist reiten wir nur eine kleine Runde um das Camp herum, aber zu anderer Fahreszeit seien auch lange Ausritte möglich.

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Das Mittagessen wird von unserem Guide auf offenem Feuer zubereitet. An einem Ort mit so traditioneller Rollenverteilung wie hier, kommt es mir ganz seltsam vor, wie wir Frauen hier sitzen und der Mann uns jetzt was zu essen kocht. Ich bin auch ziemlich skeptisch, aber unser Guide kocht das beste Essen, was ich in Thailand gegessen hab und essen werde! Und wir kriegen westliche Nudeln, der absolute Jackpot!!
Danach haben wir unsere erste Wanderung. Die geht eine Viertelstunde (also Halbestunde ;D) steil den Berg hinauf und 1-2 Stunden über den Kamm. Der Aufstieg ist SEHR anstrengend und unsere Gruppe ist nicht besonders motiviert. Die Programmbeschreibungen schreiben – je nach Organisation – nichts bis fast nichts zum Wandern. Dementsprechend hatten viele keine Wanderschuhe dabei und dann bist du völlig aufgeschmissen! Im Zweifelsfall also immer lieber nochmal nachfragen!
Der Ausblick vom Berg auf den endlos scheinenden Dschungel ist die ganze Anstrengung wert!

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Ich mache gerne Wanderurlaube mit meinen Eltern und dementsprechend macht mir das Wandern total Spaß. Meine Sportlichkeit überrascht die anderen sosehr, dass ich nun Heidi getauft werde (Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge…).

 

Thailand – Elephant adventure: Ankunft

Am Sonntag mache ich mich auf den Weg nach Norden – eine kurze Fahrt im Truck zur Busstation, dort treffe ich alle Teilnehmer meines nächsten Projekts (insgesamt 8), danach geht es 6 Stunden weiter mit dem Bus und schließlich für 4 Stunden wieder in den Truck! Mit diesem fahren wir auf der wahrscheinlich einzigen Straße, die nach Umphang führt durch den Dschungel, und zwar in Kurven einen Berg hinauf. Wir lassen die Zivilisation hinter uns, die Aussicht ist atemberaubend! Dichte Vegetation, die nur hin und wieder unterbrochen wird und den Blick frei gibt auf weitläufige Reisfelder und die Hütten kleiner Dörfer.

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Die Fahrt setzt uns sehr zu, wir sind alle müde von unserer langen Reise, mir wird immer übler von den Kurven und es ist eiskalt, zum Glück haben wir Decken und wir sind nur 8 Leute, 2 können sich auf den Boden legen.
Endlich kommen wir an bei unserem Umphang House, einer schönen Anlage mit mehreren kleinen Häuschen, einige davon auf Holzterrassen.

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Wie im Twin House haben wir noch eine area mit Tischen für die Mahlzeiten.
In Kims und meinem Zimmer stehen ein Doppel- und ein Einzelbett mit Mosquitonetzen und ein Fernseher, den wir aber nicht benutzen werden (wahrscheinlich gibt es eh nur thailändische Programme. Wieder haben wir ein westliches Bad, aber diesmal auch warmes Wasser und statt einem Knopf für die Klohspülung einen großen Eimer Wasser mit einer Schüssel. Willkommen im adventure!

Nach dem Lunch haben wir unsere erste und einzige Freiwilligenaktivität an diesem Tag: Wie bald jeden Morgen nach dem Frühstück werden wir mit dem Truck gefahren. Normalerweise erst zur Bananenplantage, doch heute direkt ins Elefantencamp.
Mit dem Truck, besonders hinten im „Metallkäfig“, war es schon in Singburi sehr abenteuerlich. Aber die Fahrt durch das Dorf und den Dschungel kann das locker toppen. Wir befahren selten befestigte Straßen und die Wege sind extrem matschig jetzt in der Regenzeit. Unser Truck hinterlässt metertiefe Rillen im Schlamm und oft frage ich mich, wie wir überhaupt noch weiterfahren können. Dazu wird man bei einer Menge Pfützen und Schlaglöcher ordentlich durchgeschüttelt!

Im Camp sehen wir das erste Mal die Elefanten, 4 der insgesamt 7 stehen dort angebunden.

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Mal ganz ohne Zaun wie im Zoo hat man einen unglaublichen Respekt vor diesen Riesen! Und am ersten Tag auch noch ein wenig Angst. Die Rüssel strecken die
Elefanten auch schon hungrig aus, als wir mit den Bananenbaumstücken ankommen.

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Es ist total faszinieren, den Tieren beim essen zuzuschauen: wie wählerisch sie sind (am liebsten der saftige Anfang vom Stamm, der Teil wo die Blätter waren ist nicht sehr beliebt), wie sie das Stück gegen etwas hartes schlagen um die Schale zu lockern oder wie geschickt sie mit ihrer Rüsselspitze den Stamm schälen können (viel besser als ich bald mit meiner Machete).
Danach geht es auch schon wieder zurück ins Umphang House, wo wir entspannen und uns einleben können.