Thailand – Elephant adventure: Kleine Wanderung

Am Dienstag beginnt die eigentlich Arbeit:
Bei der Bananenplantage angekommen kriegen wir eine kleine Einweisung und dann wird uns auch schon die Machete in die Hand gedrückt. Ich habe noch nie einen Baum gefällt, das kann ja heiter werden…
Die Bananenbäume wachsen wie in kleinen Inseln, immer ca 6 Stämme zusammen. Zum Fällen sucht man sich die dicksten aus, 3 müssen aber min. stehen bleiben. Dann setzt man so weit unten an wie möglich und schlägt die Machete schräg nach unten in den Stamm. Der nächste Schlag kommt darüber, sodass man ein V herausschlägt. Das macht man bis zur Mitte des Stamms und dann auf der gegenüberliegenden Seite bis der Baum fällt. Jetzt werden noch die Blätter abgeschnitten, der Stamm geschält und schon ist der Baum fertig um zum Truck getragen zu werden (von 2-3 Touris oder einem Guide).

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Wir arbeiten immer nur ca. eine Stunde, danach werden wir zu den Elefanten gefahren.

Im Elefantencamp müssen wir die Stämme ausladen und zerkleinern in tragbare Stücke. Die werden nun an die wartenden Elefanten verfüttert.

Heute dürfen wir auch das erste Mal ausreiten. Immer zu zweit sitzen wir auf einem Elefanten, ganz ohne Sattel. Der ist nämlich sehr unangenehm für das Tier. Einer sitzt direkt hinter den Ohren, einer dahinter auf dem oberen Rücken (dort kann der Elefant viel tragen, im Gegensatz zum unteren Rücken). So nah vor dem Elefanten zu stehen haucht einem noch mal ganz schön Respekt ein und Mann, ist der riesig! Man sieht dem Elefanten an, dass das Hinhocken ziemlich anstrengend für ihn ist und wir steigen schnell auf mithilfe der Guides.
Da Regenzeit ist reiten wir nur eine kleine Runde um das Camp herum, aber zu anderer Fahreszeit seien auch lange Ausritte möglich.

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Das Mittagessen wird von unserem Guide auf offenem Feuer zubereitet. An einem Ort mit so traditioneller Rollenverteilung wie hier, kommt es mir ganz seltsam vor, wie wir Frauen hier sitzen und der Mann uns jetzt was zu essen kocht. Ich bin auch ziemlich skeptisch, aber unser Guide kocht das beste Essen, was ich in Thailand gegessen hab und essen werde! Und wir kriegen westliche Nudeln, der absolute Jackpot!!
Danach haben wir unsere erste Wanderung. Die geht eine Viertelstunde (also Halbestunde ;D) steil den Berg hinauf und 1-2 Stunden über den Kamm. Der Aufstieg ist SEHR anstrengend und unsere Gruppe ist nicht besonders motiviert. Die Programmbeschreibungen schreiben – je nach Organisation – nichts bis fast nichts zum Wandern. Dementsprechend hatten viele keine Wanderschuhe dabei und dann bist du völlig aufgeschmissen! Im Zweifelsfall also immer lieber nochmal nachfragen!
Der Ausblick vom Berg auf den endlos scheinenden Dschungel ist die ganze Anstrengung wert!

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Ich mache gerne Wanderurlaube mit meinen Eltern und dementsprechend macht mir das Wandern total Spaß. Meine Sportlichkeit überrascht die anderen sosehr, dass ich nun Heidi getauft werde (Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge…).

 

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