Thailand – Kulturwoche (II)

Am nächsten Tag werde ich um 6 Uhr früh von thailändischer Musik und – noch viel irritierender – lautstarkem Thai Gerede geweckt. Ich werde bald feststellen, dass das wohl ein Radio ist, das jeden Morgen durch das ganze Dorf tönt. Im ersten Moment bin ich erst mal völlig verwirrt. Es ist heiß, ein Ventilator brummt, ich höre unverständliche Stimmen – ich bin ich Thailand!
Heute entwickele ich mein neues Morgenritual: komplett einreiben mit Sonnencreme (50+), 10 Minuten warten und das ganze nochmal mit mosquito repellent. Noch ist das ungewohnt, aber ich werde mich dran gewohnen.

Nach dem Frühstück fahren wir in die historische Stadt Ayutthaya. Dort besuchen wir die Ruinen der früheren Hauptstandt des Landes, damals als Thailand noch das Königreich Siam war. Diese gelten als ein UNESCO World Heritage Site.

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Dort gibt es auch einen kleineren Markt, den wir uns ansehen. Man kann darin hauptsächlich Souviniers und thailändisches Essen kaufen. Beim Essen kann ich ganz oft nicht einmal sagen, was es ist, nur das Obst erkenne ich eigentlich. Es riecht sehr streng im Markt (nicht im Sinne von, die Ware ist schlecht, sie hat einfach einen starken Eigengeruch), teilweise kann ich es kaum aushalten.
Etwas davon probiere ich aber: eine Mitfreiwillige kauft einen Beutel voll gerösteter Insekten und teilt mit allen. Ich will eigentlich nichts davon, aber es könnte eine einmalige Chance sein, also schnappe ich mir einen kleinen Grashüpfer. Es ist auch nicht so schlimm wie erwartet, er schmeckt und hat die Konsistenz von einem hauchdünnen sehr salzigen Kartoffelchip, der sofort im Mund zergeht. Ich esse zwei, probiert es also ruhig, wenn ihr mal die Chance habt!

Nach der Weiterfahrt zu einem anderen Platz erzählt unser Guide uns, dass Burma (heute Myanmar) und Thailand früher Krieg miteinander geführt haben. Als die burmesischen Soldate in Thailand einmaschiert sind, haben sie den Buddhastatuen die Köpfe abgeschlagen und mitgenommen.

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Der Geschichte nach haben sie aber einen vergessen und der Baum ist in all den Jahren drum herum gewachsen.

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Mittlerweile haben sich unter den Freiwilligen kleine Grüppchen gebildet (wir verstehen uns aber auch gut alle zusammen). Ich bin hauptsächlich zusammen mit meiner Reisebegleitung Kim (aus Deutschland natürlich) und meinen anderen Mitbewohnerinnen Carmen (aus Italien) und Charlotte (aus Frankreich). Unsere Gruppe ist sehr international und es wird viel Englisch gesprochen, was ich auf jeden Fall genieße.

Mittwoch besuchen wir morgens einen handicraft shop , bei dem wir unsere eigenen Armbänder machen. Meins werde ich den ganzen Monat lang tragen und kein Mal abnehmen (mittlerweile hat sich die Farbe der gelben Perlen fast vollständig verabschiedet).

Außerdem haben wir danach unsere cooking lesson. Wir kochen unser Mittagessen heute selbst. Zur Auswahl stehen ein Nudelgericht und papaya salad. Der Guide macht alles einmal vor und danach machen wir nach, was wir uns so gemerkt haben. Papaya salad machen wir in einem großen Steinmörser.  Ich bin nicht so der Profi in der Küche, aber das ist gar nicht schlimm. Alle sehen aus, als würden sie nach Laune und Augenmaß die verschiedenen Zutaten auf gut Glück zusammenpunschen. Bei der anderen Gruppe sieht es genauso aus, nur im Wok statt im Mörser. So zu kochen – ohne Messbecher oder Waage, mit Zutaten, die ich nicht benennen kann – ist aber eine ganz lustige Erfahrung.
Am Ende dürfen wir beide Gerichte probieren und ich bin sogar ganz glücklich mit meinem Salat (bei anderen sieht es aber zugegebenermaßen ein wenig anders aus).

Am Abend haben wir ein Thai style BBQ, das erinnert mich total an Korean BBQs in Animes und ich bin sofort hin und weg. Außerdem gibt es ENDLICH western food!! Für die experimentierfreudigen aber auch asiatisches (das ich zum großen Teil nicht benennen kann).

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Danach findet eine Party statt in einem der anderen Houses. Leider geht es mir an dem Abend nicht so gut und ich kann nicht mit. Carmen bleibt aber auch im Twin House und so bin ich nicht allein. Von Charlotte höre ich aber, dass die Feier gut war.

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