Thailand – Kulturwoche (I)

Mein erstes Projekt in Thailand ist die Kulturwoche. Laut Programm liegt der Schwerpunkt des Projekts auf „educational factors, such as language, cooking, cultural and historical aspects of Thailand“.
The Greenlion, die Organisation in Thailand, bietet für das Land fast 20 verschiedene Freiwilligenprojekte an. Häufig noch mehr als die jeweiligen Partnerorganisationen, die die Freiwilligen vermitteln, vorstellen. Viele der Projekte sind lokalisiert in Singburi, so auch die Kulturwoche.

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In Singburi gibt es mehrere Houses, Anlagen, in denen die Freiwilligen untergebracht sind. In meinem Fall das Twin House.

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Dort komme ich am Sonntag an. Die Houses sind Anlagen mit mehreren Häuschen für die Freiwilligen und einer Community area mit Tischen und Bänken zum Essen und Zusammensitzen. Dort kriege ich das Projekt erklärt vom Coordinator und mein Zimmer zugeteilt, das ich mit 3 weiteren Mädchen teile. Es ist sehr einfach eingerichtet – 2 Hochbetten, ein Schrank und ein westliches Bad mit Dusche haben wir dazu.
Das Programm geht von Montag bis Freitag, Wochenende und die meisten Abende sind freie Zeit. Essen gibt es 3-mal am Tag – Thai food bis auf den Toast zum Frühstück -, kühles Wasser gibt es immer zum Nachfüllen der eigenen Flasche.

Am nächsten Tag starten wir unser Program und damit dir erste Fahrt in dem offenen Truck, der uns die ganze Woche lang begleiten wird, genauso wie unser thailändischer Guide.
Der erste Stop ist Singburi Town, dort können wir uns eindecken mit westlichen Gütern im 7eleven oder auch mit mosquito repellent oder einer thailändischen SIM-Karte.

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Nach dem Lunch in einem Restaurant fahren wir weiter zu unserem ersten Tempel: Wat Phikun Thong. Dort sehen wir den ersten thailändischen Buddha (komplett anders als der chinesische Buddha). Die sitzende Statue ist ganze 42m hoch und 23m breit erklärt uns der Guide.

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Auch die umliegende Tempelanlage ist sehr schön!

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Außerdem bekommen wir noch erklärt, wie man bei einem Tempel betet: Man kniet auf dem Teppich, legt die Hände zusammen und verbeugt sich. Das macht man 3 mal. Bei diesem Tempel zünden wir zudem noch Kerzen und Räucherstäbchen an. Zuletzt kriegen wir noch 5 Stücke Blattgold, die kleben wir auf die Buddhastatuen.

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Danach besuchen wir den größten Buddha Thailands, der the Great oder Big Buddha of Thailand genannt wird. Er ist der neunt größte der Welt mit seinen 92m Höhe und 63m Breite!
Die Statue ist wirklich gigantisch und strahlt blendend hell in der thailändischen Sonne! Es ist möglich die Fingerspitzen der rechten Hand des Buddhas zu berühren. Wir Freiwilligen probieren das alle aus, denn es heißt, wenn man sich dabei etwas wünscht, geht der Wunsch in Erfüllung.

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Zu meiner Überraschung sind viele Tempel viel weniger schlicht als erwartet (man könnte fast kitschig sagen, aber das klingt so negativ und es gibt genug Leute, denen das Auffällige gefällt). Ein perfektes Beispiel dafür ist der Tempel beim Big Buddha mit seiner Spiegeldecke, den Spiegelsplitter-Säulen und goldenen Buddhas.

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Im Gegensatz zum Wat Phikun Thong Tempel ist die Tempelanlage hier etwas gruselig. Wohin man schaut stehen lebensgroße Figuren. Sie stellen zum Beispiel berühmte Schlachten dar, die tatsächlich stattfanden.

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Oder religiöse Themen wie das Paradies und die Hölle. Einerseits war das schon cool, andererseits habe ich mich ziemlich unwohl gefühlt, als ich durch die „Hölle“ gelaufen bin mit all den gefolterten Menschen und den Dämonen…

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Danach geht es zurück zum Twin House zum Dinner. Am Abend haben wir noch Schüler/-innen aus einer der lokalen Schulen zu Gast, die uns einen traditionellen thailändischen Tanz vorführen. Die Mädchen tanzen in traditioneller Kleidung und die Jungs trommeln dazu. Am Ende dürfen wir Freiwilligen noch mittanzen und kriegen eine Blumenkette um den Hals gehängt. Sehr süß!

Damit endet der erste richtige Projekttag.

 

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